Einsatz Nr. 022 | 04.06.17 um 20:56 Uhr | Technische Hilfeleistung – auslaufende Betriebsstoffe nach VU

Ein PKW war augenscheinlich in der Kurve von der Straße abgekommen, hat mit der rechten Front einen Baum gestriffen und sich anschließend überschlagen. Aus dem Motorraum traten diverse Flüssigkeiten aus. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden durch den Rettungsdienst bereits versorgt. Dieser war mit 2 Rettungswagen, einem Notarzt und dem Rettungshubschrauber Christoph 30 vor Ort.

Mit dem ELW 1 und dem GW-L 1 wurde die Fahrbahn in beide Richtungen voll gesperrt, um ein gefahrloses Arbeiten an der Einsatzstelle zu ermöglichen und ausreichend Platz zu schaffen. Die Besatzungen vom RW und LF 20/16 stellten den Brandschutz sicher und drehten, nach Freigabe durch die Polizei, das auf dem Dach liegende Wrack wieder zurück auf die drei noch vorhandenen Reifen, um ein weiteres Austreten von Flüssigkeiten zu verhindern. Hierzu wurde die Seilwinde des RW eingesetzt, wozu an einem massiven Baum noch ein Umlenkpunkt aufgebaut wurde. Im Anschluss konnten die ausgelaufenen Flüssigkeiten abgestreut, die Trümmerteile eingesammelt und die Fahrbahn gereinigt werden. Da mittlerweile die Dunkelheit einsetzte und die Polizei weitere Unfallspuren sichern wollte, wurde die Einsatzstelle mit den Lichtmasten des RW und des LF 20/16 ausgeleuchtet.

Nach genauer Begutachtung des vom PKW getroffenen Baumes war dieser im unteren Stammbereich schwer beschädigt. Da sich die Krone in einem anderen Baum verfangen hatte, war ein einfaches Fällen zu Gunsten der Verkehrssicherheit nicht möglich. Es wurde erneut die Seilwinde des RW im direkten Zug eingesetzt, um den Baum aus der anderen Krone herauszuziehen. Erst während dieser Maßnahme stürzte ein größerer Teil der Krone zu Boden, welcher vermutlich durch den Aufprall abgebrochen war, aber in mehreren Metern Höhe hängen blieb.

Fahrzeuge vor Ort: ELW 1, RW, LF 20/16 und GW-L 1